Clever & smart: Die vernetzte Haus-Zukunft

März 2014 — Im Hinterland von Dachau, inmitten einer Blumenwiese, steht ein ganz spezielles Holzhaus: Gebaut wurde es – ohne künstliche Hilfsmittel - nur mit Fichten-, Lärchen-, Tannen- und Buchenholz. Und mit einer intelligenten Steuerzentrale.

Mit Photovoltaik, Solarenergie, Wärmepumpe und intelligenter Gebäudetechnik ist ein vorbildlich ökologisches, aber auch komfortables und nahezu komplett energieautarkes Haus entstanden. Es produziert mehr Strom, als es verbraucht.

Bei der Suche nach einem Anbieter für ein Holzhaus stieß der Bauherr auf Erwin Thoma und seine Firma. Dieser errichtet Gebäude allein aus Holz, ohne Leim, Schrauben und Nägel. Die Wände, Decken und das Dach bestehen aus bis zu 40 Zentimeter dicken Holzelementen − eine Kombination aus Fichte und Tanne. Für die Fassade und die Fenster wurde robustes Lärchenholz verwendet. Böden und Türrahmen sind aus Esche, die Treppe und die Sitzbank unterm Fenster aus Nussbaum.

Ökologisch überzeugend

Der besondere Clou dabei: Bretter und Kanthölzer wurden waagerecht, senkrecht und diagonal zu den Bauelementen geschichtet. Verbunden sind sie mit extrem trockenen Buchenholzdübeln, die vor Ort Feuchtigkeit aufnehmen, quellen und damit alles stabil verbinden. So entstand ein wohngesundes Haus, das auch ökologisch überzeugt. Denn Holz punktet in Sachen Wärmedämmung: Die dicke Vollholzwand hält das Haus im Sommer kühl und im Winter warm. Lärm- und Brandschutz sind ebenfalls besser als bei einem konventionell gebauten Haus aus Ziegeln oder Stahlbeton.

Wohngesund und intelligent


Auf dem gen Süden ausgerichteten Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert, die etwa doppelt so viel Strom erzeugt, wie der Bauherr in seinem Haus verbraucht. An der Garagensüdwand ist eine Solarthermie-Anlage zur Erwärmung des Brauchwassers angebracht. Unter der Blumenwiese wurde auf 700 Quadratmetern ein Rohrsystem verlegt – dieser Kollektor ist mit der Erdwärmepumpe gekoppelt und beheizt das Haus. Besonders clever: Überschüssige Solarenergie wird in den Boden geleitet, wodurch die Wärmepumpe umso effizienter arbeitet. So lebt der Bauherr nicht nur gesund und ökologisch, sondern quasi energieautark.

Intelligente Steuerzentrale

Ein leistungsfähiges KNX/EIB System verknüpft heute alle elektrischen Komponenten im Haus miteinander, die intelligente Steuerzentrale dahinter ist der „HomeServer“ von Gira, bei dem alle Informationen zusammenlaufen und ausgewertet werden. So sind unter anderem Heizung, Beleuchtung und die Schiebeläden in das System eingebunden.

Mehr über die vernetzte Haus-Zukunft am Beispiel des Holzhauses lesen Sie in der Printausgabe 03/2014 des Branchenmagazins Elektromarkt. 
 

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