
Die Zukunft zieht ein
Noch ein Liter Wasser weniger für Geschirrspüler und Waschmaschine, noch eine Kilowattstunde Strom weniger für Kühlschrank und Wäschetrockner. Fünf Wochen vor dem Start der IFA bilden – neben Design, Lifestyle und (Bedien-)Komfort – vor allem Energieeffizienz und Ressourcenschonung den roten Faden durch den Parcours der Neuheiten.
88 % aller Deutschen achten beim Hausgerätekauf auf einen niedrigen Energieverbrauch. Sagt zumindest eine repräsentative Studie des Bundesumweltministeriums. Gleichzeitig belegen Absatzzahlen, dass es eine erhebliche Diskrepanz zwischen angegebenem und tatsächlichem Kaufverhalten gibt. Ein guter Grund also, dieses Thema weiter zu penetrieren.
Indes: So langsam sind die Möglichkeiten ausgereizt, die Hausgeräte immer effizienter zu gestalten. Mit Spucke kann man schließlich nicht waschen! Da macht ein Begriff die Runde, mit dem bislang allenfalls Insider etwas anfangen konnten: „Smart Grid“. Das intelligente Stromnetz als die Voraussetzung für alle ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele.
Im Idealfall treffen da dialogfähige Stromnetze auf intelligente Hausgeräte. Und die starten genau dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Miele, seit Jahren Technologie-Vorreiter für kommunikationsfähige Hausgeräte, bringt zur IFA als erster Hersteller einen „Smart-Grid“-fähigen Waschautomaten und Trockner auf den Markt. Christian Gerwens, Leiter der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland, ist sich sicher: „Es ist der Sprung in eine neue Dimension des Energiemanagements!“ Auch Siemens und Bauknecht arbeiten an diesem Thema. Bis 2015 sollen beispielsweise alle Bauknecht-Geräte dem Kunden transparent auf dem Bediendisplay den Energieverbrauch und die Kosten ausweisen. Die Zukunft zieht ein! Ein Thema wie gemacht für den Fachhandel mit seiner Beratungskompetenz.
Erfolgreiche Geschäfte wünscht Ihnen herzlichst Ihr
Matthias M. Machan
Chefredakteur
